Rückblick

 

Mit den Vorträgen, Workshops, Diskussionen, Interventionen, der Ausstellung und der Stadtwanderung im Rahmen der being urban weeks im Mai 2014 wurde einem künstlerisch-wissenschaftlichen Thema Raum gegeben, das international stark präsent ist, aber in Innsbruck/Tirol bisher wenig diskutiert wurde. Über internationale ReferentInnen aus verschiedenen europäischen Städten wurden vielfältige und bereits erprobten Methoden urbaner Raumaneignung vorgestellt und zugleich diese Ansätze jeweils mit den
lokalen Bedingungen verknüpfen und ihre Potenziale für Innsbruck und Tirol erörtert und hinterfragt.

Die angesprochenen und debattierten Fragen waren vielfältig: Welche Verknüpfungen zwischen Top-Down und Bottom-Up Prozessen in der Stadtentwicklung sind möglich?  Welche Chancen haben neue Formen sozialer Selbstbestimmung? Wie kann eine städtische Entwicklung gefördert werden, die sich nicht allein nach Profit, sondern nach realen Bedürfnissen der BewohnerInnen, sozialen, kulturellen und ökologischen Kriterien richtet ? sind nur einige davon.

Durch die Workshops und die intensiven Publikums- und Podiumsdiskussionen entstanden eine Vernetzung von AkteurInnen vor Ort und neue Kooperationen für weiterführende Aktivitäten. Längerfristiges Ziel ist es, die Thematik  als fixen Bestandteil der kulturellen Diskussion in Innsbruck und Tirol zu etablieren und damit eine zeitgemäße Sichtweise von urbanem Raum und städtischer Entwicklung zu stärken.

 

zwei Wochen mit dichtem Programm

Kerstin Hartig, Architektin und Stadtplanerin bei ihrem Vortrag "Argropolis München – eine metropolitane Nahrungsstrategie"

Kerstin Hartig, Architektin und Stadtplanerin bei ihrem Vortrag "Argropolis München – eine metropolitane Nahrungsstrategie"

Podiumsdiskussion zu den sozialen, ökologischen, räumlichen... Potenzialen urbaner Landwirtschaft in Tirol

Die Ausstellung "Hands-On Urbanism 1850-2012. Vom Recht auf Grün" (azw/Kuratorin: Elke Krasny) war für zwei Wochen in der großen Halle der Bäckerei zu sehen. Elke Krasnys kuratorischer Vortrag dazu mußte leider kurzfristig aus Krankheitsgründen entfallen.

Beim Workshop "was kann garteln im urbane Raum" diskutierten 30 TeilnehmerInnen Motivationen, Potenziale und Bedingungen urbaner Landwirtschaft udn Gemeinschaftsgartenprojekten in Innsbruck/Tirol und entwickelten Strategien der Zusammenarbeit. (in Koop. mit der Bäckerei-Kulturbacksube)

Workshop-Abendessen mit Slowfood Tirol

Spatenstich zum Dachgartenprojekt der Bäckerei. ...it's going on!

Workshop mit dem Künstler/Architekt/Aktivist Santiago Cirugeda aus Sevilla: "Subversive Strategies for Everybody"

 

Stadtmöbel aus Recyclingmaterial zur temporären Bespielung eines konkreten Ortes – die sichtbaren Ergebnisse des Workshop mit Santi.

...und noch ein paar Mini-Interventionen.

Bei seinem Vortrag stellte Santiago Cirugeda eine Vielzahl von Projekten in Spanien und ganz Europa vor, die vorwiegend in kollektiven Prozessen entwickelt, oftmals selbstfinanziert und meist aus wiederverwerteten Objekten und Materialien gebaut sind.

Mobile Küchen-/Barelemente, erdacht und produziert von Architekturstudierenden und erprobt beim Bäckereicafe im Rapoldipark zum Abschluss der Architekturtage 2014.

Mehr als 100 Interessierte erkundeten bei der "Brachen- und Leerstandstour" die unbekannte Rückseite des aufgeräumten Innsbrucker Stadtbildes. (in Koop. mit Architekturtage 2014 und guten TAG Innsbruck)

Beim Vortrag von aaa atelier d‘architecture autogérée (in Koop. mit der Architekturfakultät Innsbruck)

Doina Petrescu und Constantin Petcou (aaa) erläuterten  anhand ausgewählter Projekte einen Einblick in ihre Bottom-Up Strategien zur Initiierung von selbstorganisierten Prozessen der Aneignung und Verwaltung brach liegender urbaner Räume.